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📖 Eiskalte Brandung

Wellengang: Die offene Herausforderung

665 words

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Die Schlagzeile brannte sich in Milas Netzhaut: „Mila Jensen – Sieg durch Liebesdoping?“ Sie ließ das Handy sinken, ihr Magen zog sich zusammen. Neben ihr las Lennart über ihre Schulter, seine Miene verfinsterte sich. „Das ist ja wohl der Gipfel“, murmelte er. Mila schüttelte den Kopf, Wut stieg in ihr auf. „Er will mich fertigmachen. Aber das wird ihm nicht gelingen.“ Sie stand auf, ihre Schulter protestierte, doch sie ignorierte den Schmerz. „Ich muss das öffentlich richtigstellen. Ich lasse nicht zu, dass er meine Karriere zerstört.“ Lennart sah sie besorgt an. „Bist du sicher? Die Presse wird dich in Stücke reißen.“ Mila nickte entschlossen. „Ich habe nichts zu verbergen. Und ich werde es beweisen.“ Am nächsten Tag stand Mila im Pressekonferenzraum des Hotels, das Mikrofon vor sich, die Augen der Journalisten auf sich gerichtet. Sie hatte kaum geschlafen, aber ihre Stimme war fest. „Ich bin hier, um klarstellen: Die Fotos, die gestern veröffentlicht wurden, zeigen einen privaten Moment. Meine Beziehung zu Lennart Berg hat keinen Einfluss auf meine sportlichen Leistungen. Ich habe nie gedopt, und ich lasse mich nicht von Gerüchten aus dem Konzept bringen.“ Ein Raunen ging durch den Raum. Kjell, der in der ersten Reihe saß, grinste provozierend. „Na, dann beweis es doch. Beim nächsten Wettkampf. Wenn du wirklich so gut bist, tritt gegen mich an – ohne deinen persönlichen Trainer.“ Mila spürte, wie sich ihre Kehle zuschnürte. Lennart war nicht nur ihr Physiotherapeut, er war ihr Fels in der Brandung. Aber sie konnte nicht zulassen, dass Kjell sie als schwach hinstellte. „Ich nehme die Herausforderung an“, sagte sie, ihre Stimme klar und deutlich. „Aber ich werde ohne Lennart antreten. Ich werde dir zeigen, dass ich aus eigener Kraft gewinnen kann.“ Die Journalisten schrieben wie wild, Kameras blitzten. Kjell stand auf, kam auf sie zu und reichte ihr die Hand. „Abgemacht. Auf dass die Beste gewinnt.“ Mila ergriff seine Hand, ihr Griff fest. „Das wird sie.“ In ihrem Inneren tobte ein Sturm aus Zweifel und Entschlossenheit. Sie hatte gerade eine schwere Wette abgeschlossen, und sie wusste, dass sie ohne Lennarts Unterstützung einen Nachteil hatte. Aber sie würde es allen beweisen. Nach der Pressekonferenz suchte Mila Lennart in seinem Büro auf. Er saß am Schreibtisch, den Rücken ihr zugewandt. „Du hättest mich fragen können“, sagte er, seine Stimme kalt. Mila trat näher. „Es war die einzige Möglichkeit, Kjell zu stoppen. Er hat mich in die Ecke gedrängt.“ Lennart drehte sich um, seine Augen funkelten. „Und du hast einfach über mich entschieden. Als ob ich keine Rolle spiele.“ Mila schluckte. „Du spielst eine Rolle. Aber ich musste stark sein. Für uns.“ Lennart stand auf, kam auf sie zu. „Stark? Du hast mich ausgeschlossen. Das ist nicht Stärke, das ist Angst.“ Seine Worte trafen sie tief. „Ich habe Angst, Lennart. Angst, dass Kjell uns auseinanderbringt. Aber ich will nicht, dass er gewinnt.“ Lennart seufzte, seine Schultern sackten herab. „Ich verstehe, warum du es getan hast. Aber es tut weh, dass du mich nicht einbezogen hast.“ Mila trat näher, legte ihre Hand auf seine Brust. „Es tut mir leid. Ich wollte dich nicht verletzen. Aber ich muss das durchziehen. Ich muss mir selbst beweisen, dass ich es kann.“ Lennart sah sie lange an, dann nickte er langsam. „Ich werde dich unterstützen. Auch wenn ich nicht an deiner Seite sein kann.“ Er zog sie in eine Umarmung, ihre Stirn an seiner Schulter. „Aber wir müssen einen Weg finden, damit umzugehen.“ Mila spürte, wie sich die Anspannung in ihr löste. „Danke.“ Sie wusste, dass ihre Entscheidung Konsequenzen hatte, aber sie war bereit, sie zu tragen. Am Abend saßen sie in Milas Wohnung, die Stille zwischen ihnen schwer. Lennart hatte sich zurückgezogen, seine Gedanken schienen woanders zu sein. Mila wollte das Eis brechen, aber jedes Wort schien falsch. Schließlich stand er auf, seine Jacke in der Hand. „Ich brauche etwas Abstand“, sagte er leise. Mila sah ihn an, ihre Stimme kaum mehr als ein Flüstern. „Lennart, bitte.“ Er schüttelte den Kopf. „Ich muss nachdenken.“ Lennart und Mila streiten heftig über ihre Entscheidung.
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